Aktuelles

Pädagoge im Architekturbüro?!

von Marc Wübbenhorst

Marc Wübbenhorst: "Partizipation und Moderation"

Übersetzer und Vermittler? Sieben Fragen an Marc Wübbenhorst, der im Büro für Soziale Architektur arbeitet; Partizipation in Bauprojekten sind sein Bereich. Was hat ein Pädagoge denn nun mit sozialer Architektur zu tun?

Was hat Pädagogik mit sozialer Architektur zu tun?

Wübbenhorst: "Zunächst einfach, dass Schulbau ein wesentliches Feld der sozialen Architektur ist. Unser Konzept von Schulbau geht davon aus, dass ein Schulgebäude nicht ein Denkmal für die Kreativität eines Architekten sein soll, sondern das in gebauten Raum übersetzte pädagogische Konzept der Schule. Besonders deutlich tritt das Thema auf dem Feld Inklusion auf. Der erste Schritt dahin ist das Zusammenfinden von dem, was die Akteure der Schule eigentlich wollen. Dabei gibt es Rahmenbedingungen wie Budget, Bauordnung, Vorgaben, und daneben den Spielraum, der in der Entscheidung der Bauherren liegt. Ganz ähnlich wie bei der Planung einer Unterrichtseinheit: Auch da gibt es die Vorgaben des Lehrplans und den Spielraum der Lehrerin oder des Lehrers."

Lesen Sie das vollständige Interview im Magazin Soziale.Architektur

Mehr Aktuelles

Zusammenleben in der Stadt

von Marc Wübbenhorst

Partizipation und Inklusion im Quartier
DOWNLOAD: Broschüre Partizipation und Inklusion im Quartier

Im Quartier mitmischen wollen die Bewohner der Herberge zur Heimat. Bis dahin ist es noch ein Weg, den wir gemeinsam mit Nachbarn, der Leitung und Mitarbeitern im partizipativ gestalten. Wie das Zusammenleben in der Nachbarschaft sich gestaltet und wie das Gebäude dafür verändert werden muss, legen alle gemeinsam fest.

Eine Herberge für Wohnungslose wird zum Treffpunkt im Quartier: Gemeinsam erfinden wir die Herberge neu. In Workshops erarbeiten derzeit Mitarbeiter, Bewohner und Nachbarn aus dem Viertel gemeinsam ein Konzept für das zukünftige Miteinander. Aus einer Ideenwerkstatt ist ein „Baumeisterfrühstück“ mit Nachbarn, Bewohnern Mitarbeitern und Vertretern der Leitung hervorgegangen.

Viele gute Ideenwurden zusammengetragen – Grundsteine für einen Herbergswandel im 21. Jahrhundert. Moderiert wird dieser Veränderungsprozess von alberts.architekten, Spezialisten für soziale Architektur. Das Wichtigste: Die Bewohner sind aktiv geworden, sie wollen mit anpacken, die Herberge und das Umfeld mitgestalten.

Wir unterstützen in der Herberge Männer, die ihre traditionelle gesellschaftliche Rolle verloren haben, dabei, wieder ein selbstständiges und eigenverantwortliches Leben in Würde zu führen. Männer, die mit anpacken, mitmachen und im Viertel wirksam sein möchten Schrittweise bauen sie soziale Beziehungen ins Quartier auf und schaffen sich wirtschaftliche Grundlagen. Die Männer, die bei uns ein vorübergehendes Zuhause finden, wünschen sich, ein normales Leben zu führen.

Jugend unter Dampf

von Marc Wübbenhorst

Marc Wübbenhorst, Christina Kampmann, Dr. Axel Lehmann, Jochen Brunsiek

Als fahrbares Jugendzentrum ist ein ehemaliger Gepäckwaggon (Jahrgang 1929) für Jugendliche ausgebaut worden. Der Waggon für das deutsche Eisenbahnnetz zugelassen und darf mit 120 km/h überall dahin rollen, wo es einen Bahnhof gibt. Der Waggon wurde dank vieler Partner und Förderer in den vergangenen fünf Jahren zu einem mobilen Jugendraum umgebaut und steht nun der offenen Jugendarbeit im Kreis Lippe und darüber hinaus zur Verfügung.

Ein rollendes Jugendzentrum in einem Eisenbahnwaggon von 1929 bietet Raum für kulturelle Bildung! Als Schirmherr konnten wir Landrat Dr. Axel Lehmann gewinnen. Auf der 9. OWL-Kulturkonferenz stellten wir unser Projekt auch der NRW-Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur, Christina Kampmann vor. Jeder Jugendliche sollte die Chance bekommen, Kultur zu einem bedeutenden Teil des eigenen Lebens werden zu lassen: Kulturelle Teilhabe ist wichtig. Auf der OWL-Kulturkonferenz in Stemwede ging es um das Thema "Kulturelle Bildung in der Jugendarbeit".

Jugend unter Dampf

Projektbeschreibung und 3D-Modell

Foto: Maritina Hasewinkel, SlowFood OWL

Wohnen inklusive!

von Marc Wübbenhorst

Wohnen Inklusive
Im Bild: Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer NRW (AKNW), Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport Ute Schäfer, Vorbildunternehmerin Elke Maria Alberts und Marc Wübbenhorst (Moderation und Partizipation). Foto: Christof Rose (AKNW)

Bei der Ausstellungseröffnung „Architektur und Schule“ stellten wir unser Projekt „Wohnen Inklusive“ vor, das wir in der Mamre-Patmos-Schule durchführten. Mit Schülern bauten wir zu dem Thema „Inklusion, Partizipation von Jugendlichen und selbstbestimmtes Leben“ eine Wohnung im Maßstab 1:1.

Im Rahmen des Programmes, das die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen durchführt, wurden zwanzig spannende Projekte aus unterschiedlichsten Schulformen und Fachrichtungen gezeigt. Für uns ist es das vierte Projekt: Diesmal durften wir mit einer Schule zusammenarbeiten, die wir selbst geplant haben. Für Ministerin Ute Schäfer, bei der wir uns für die Unterstützung bedanken, war es die letzte Amtshandlung. Unser Dank gilt ebenso an AKNW-Präsident Ernst Uhnig für unsere Teilhabe.

Der Pädagogische Bauausschuss

von Marc Wübbenhorst

Wir bieten Seminare für Schulleitungen an

Wir kommen zu Ihnen in die Schule!

Seminare zum Pädagogischen Bauauschuss bieten wir für Schulleitungen auch in diesem Jahr wieder an. Sprechen Sie mit uns und vereinbaren Sie einen Kennnenlern-Termin. Mit Ihnen zusammen erarbeiten wir ein Programm für Ihr Kollegium! So kommen Sie sicher durch alle Fragen rund um Anbau, Neubau und das Bauen für Inklusion!

Eine solide Planung rechnet sich

Ein gut geplantes Schulgebäude überzeugt nicht nur pädagogisch, sondern auch wirtschaftlich: Es schafft ein Maximum an Möglichkeiten und Wohlbefinden für alle Nutzer, zudem schont es die finanziellen Ressourcen beim Bau wie auch beim Unterhalt. Der Pädagogische Bauausschuss ist ein Gremium aller an der Planung Beteiligten.

Partizipative Planung des Bauvorhabens

Nach den Regeln des Projektmanagements tagt der Ausschuss regelmäßig und plant so die nächsten Schritte des Bauvorhabens. Dabei wird er durch ein Architekturbüro begleitet. Mit dem Ziel Wertschätzung und Akzeptanz herzustellen, dient er der Planung des Bauvorhabens und ist ein Kommunikationsinstrument zwischen Pädagogen und Planern.

Eine Schule für Alle!

von Marc Wübbenhorst

Mamre-Patmos-Schule: Partizipation für das beste Ergebnis

„Eine Schule für Alle“ - das Motto, dass die Schullandschaft bestimmt. Wir finden das gut und machen mit! Wir setzten uns für die Inklusion ein. Wir sind der Meinung, es ist gut verschieden zu sein.

Bei Inklusion und Schulbau wollen wir den Gedanken der „Schule für Alle“ vorantragen. Bei der Mamre-Patmos-Schule in Bethel haben wir gemeinsam am Schulhaus geplant. Inzwischen ist das 10 Jahre her und die Evaluation des Gebäudes zeigt, dass Partizipation für alle das beste Ergebnis bringt. Sie führt zu Wertschätzung.

Der Prozess verstetigt sich und die Akzeptanz der gefundenen Lösung „vererbt“ sich. Der Genus loci ist auch für die jetzigen Schüler und die Lehrer, die neu dazugekommen und am Planungsprozess nicht beteiligt gewesen sind, erlebbar.

Räumliche Qualität einer Förderschule

Nach einem Jahrzehnt sind wir noch immer stolz auf das gebaute Ergebnis. Eltern, Schüler und Lehrer lieben das Gebäude. Wir finden: Jede Schule sollte die räumliche Qualität einer Förderschule haben – ohne eine solche zu sein. Wir wollen hochwertige Schulgebäude, die das Lernen und Leben in der Schule unterstützen. Und übrigens: Kinder und Lehrer sind keine Statisten im Hochglanzmagazin. Schule muss mit allen Beteiligten zusammen erarbeitet werden. Nur so kann Sie zu einem Ort werden, der dem pädagogischen Konzept entspricht. Diesen Prozess planen und moderieren wir gemeinsam mit Ihnen.

Vor-Ort-Beratung

von Marc Wübbenhorst

Mit dem richtigen Projektmanagement enteht ein Gebäude, mit dem alle zufrieden sind

Gerne kommen wir zu Ihnen an die Schule und sprechen mit Ihnen über Fördermöglichkeiten und Gestaltungsspielräume für Ihre Schule. Aktuell machen wir Schulen fit für die Inklusion.

Und dazu gehört mehr als nur Barrierefreiheit! Welches Umdenken dazu nötig ist, erarbeiten wir gemeinsam im Pädagogischen Bauausschuss und überlegen, wie wir ihr Schulprogramm in gebauten Raum umsetzen. Zusammen mit dem Institut für Bauforschung (IFB) aus Hannover unterstützen wir Ihre Schule gerne.

In den letzten Jahren haben wir auf diese Weise immer wieder Schulen begleitet und festgestellt, dass gutes Projektmanagement nicht nur die Qualität des Gebäudes verbessert, sondern Schule zu einem Ort werden lässt, mit dem sich das Kollegium identifiziert und an dem Schüler gerne lernen. Haben Sie Fragen zu den Themen Schulbau, Pädagogische Architektur oder Projektmanagement?

Gerne besprechen wir mit Ihnen das weitere Vorgehen - von der ersten Beratung bis zur Moderation des Pädagogischen Bauausschusses bei Ihnen. Rufen Sie uns an? Sie erreichen uns unter der Nummer 05205 950 930 in Bielefeld-Sennestadt.

NRW.BANK.Moderne Schule

von Marc Wübbenhorst

Kennen Sie schon das Programm NRW.BANK.Moderne Schule?

Umbau und Sanierung von Schulen kostet. Für den Bau und die Modernisierung von Schulgebäuden hat die die NRW.Bank für kommunale Schulträger und oder Schulzweckverbände in Nordrhein-Westfalen ein Programm aufgelegt, mit dem Schulen nun Unterstützung erhalten können. Grundsätzlich werden alle Maßnahmen in den Bau und die Modernisierung von Schulgebäuden finanziert. Sogar Grundstücke, die notwendiger Bestandteil eines aktuell anstehenden Investitionsvorhabens sind, können mitfinanziert werden, wenn der Erwerb nicht mehr als 2 Jahre vor der Antragstellung erfolgte.

>> Weiter zum Förderprogramm auf der Seite der NRW.Bank

Architektur macht Schule

von Marc Wübbenhorst

Die Themen Architektur und Städtebau, Wohnen und gebaute Umwelt betreffen uns alle. Vom Wohnhaus über das eigene Stadtviertel bis hin zur baulichen Gestaltung ihrer Schule - auch Kinder und Jugendliche begegnen diesen Themen Tag für Tag. Um Kindern und Jugendlichen möglichst früh in ihrer Entwicklung ein Gespür für ihre gebaute Umwelt zu vermitteln, hat die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen im Jahr 2002 das Aktionsprogramm "Architektur macht Schule!" gestartet. Zugleich will die Kammer Schulen in Nordrhein-Westfalen Materialien und Ideen an die Hand geben, mit denen Schülern die Augen für (städte-) bauliche Probleme geöffnet werden können und ein Bewusstsein dafür geweckt wird, dass sie ihre Umwelt aktiv beeinflussen und gestalten können. Die Architektenkammer NRW hat das Programm "Architektur macht Schule!" als Projekt in die Landesinitiative StadtBauKultur NRW eingebracht.

>> Programm Architekur macht Schule

Ferien nutzen – Pläne schmieden!

von Marc Wübbenhorst

LUNA in Sennestadt: Auch ein guter Ort für Ferien in der Stadt

Mit etwas Abstand lassen sich die Dinge oft besser betrachten. Zu Beginn der Ferien in Nordrhein-Westfalen wünschen wir zunächst eine paar erholsame und sonnige Tage. Wenn Sie dann im heimischen Garten und im Urlaub sind, erlauben Sie sich etwas Kritik an ihrem Arbeitsplatz. Finden Sie auch, das eigentlich die gesamte Schule ihr Arbeitsplatz ist und dieser noch verbessert werden könnte? Dann ist gleich nach den Ferien eine gute Gelegenheit für den „Pädagogischen Bauauschuss“.

Dabei sind Ferien eine gute Zeit zum Nachdenken: Keine Idee ist zu klein oder zu groß, als das man sie nicht träumen dürfte. In der ersten Phase Ihres Projektes dürfen und sollen Sie Ihre Wünsche, Vorstellungen und Ideen mit in die Planung werfen. Klar, Luftschlösser bauen ist Zeitverschwendung und ein eigener Garten auf dem Dach ist sicher nicht erlaubt, zu teuer und schwer zu pflegen. In der ersten Phase des Projektes schränken Sie jedoch bitte solche Wünsche nicht ein und benennen Sie, was bewegt. Der/die ArchitektIn, der sie durch den Bauprozess begleitet, wird Ihnen schon früh genug sagen, welche Brandschutzverordnung Türen verschließt. Aber er/sie leistet noch mehr: Im späteren Planungsprozess übersetzen Architekten die Wünsche, seien sie noch so unrealistisch, in pragmatische Lösungen. Sie erkennen den Bedarf, der hinter Ihrer Idee steckt.

Partizipation führt zu Akzeptanz

von Marc Wübbenhorst

Halim Aliov und Yavuz Kas
Halim Aliov und Yavuz Kas führten die POE in der Mamre-Patmos-Schule durch.

Grundlage für den Schulbau und die Verwirklichung der Mamre-Patmos-Schule war die Zusammenarbeit von Lehrern und Planern im Pädagogischen Bauausschuss. Sie wurde 2002 Bielefeld-Bethel fertig gestellt. Zwei Sonderschulen wurden zusammen gelegt, und baulich konnte damit die Trennung nach Förderbedarfen überwunden. Die Lehrer wollten die Kinder nicht mehr nach Behinderungsarten auf jeweils eigene Schulen sortieren. Entstanden ist eine Schule für 250 Schüler mit unterschiedlichen Behinderungsarten, die gemeinsam in der Schule lernen und leben. Die Schule ist bei Lehrern, Eltern und Schülern beliebt und hat einen besonders guten Ruf in der Region.

Woran liegt das? Es zeigt sich: Nutzerpartizipation führt zu Akzeptanz. Der Pädagogische Bauausschuss hilft, dass oft individuelle aber notwendige Schulkonzept zu erarbeiten und in gebauten Raum zu übertragen. Nach zehn Jahren im Schulbetrieb ließen wir die Schule und die Nutzerzufriedenheit durch eine Evaluation überprüfen.

Die vorlegte POE zeigt, dass 95,6% der Nutzer ihr Wohlbefinden in der Schule mit „gut“ bis „sehr gut“ bewerten. Bei der Raumästhetik werten 82,6 % der Befragten die Schule mit „sehr gut“. Wir bedanken uns herzlich für die vorgelegte Arbeit und die Zusammenarbeit mit der Hochschule und der Mamre-Patmos-Schule!

Bei der Post Occupancy Evaluation (POE) handelt es sich um eine nutzungsorientierte Form der Erfolgsüberprüfung bei Gebäuden. Mit Hilfe einer POE lässt sich feststellen, inwieweit die Bewohner oder sonstigen Nutzer eines Gebäudes oder Gebäudekomplexes dessen architektonisches Design annehmen. Im Rahmen des Seminares „Nutzerorientierte Gebäudebewertung“ haben Yavus Kas und Halim Aliov, die an der Fachhochschule Bielefeld den Master Integrales Bauen studieren, die Mamre-Patmos-Schule in Bethel mit verschiedenen Methoden dieses standardisierten Verfahrens untersucht und die Förderschule in einer mehrmonatigen Arbeit genau betrachtet.