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Jugendzentrum LUNA in Sennestadt

Das Sennestädter Jugendzentrum ist ein gelungenes Beispiel für die besondere Architektur der Nachkriegszeit. Der Städteplaner Prof. Reichow, der die Sennestadt am Reißbrett entwarf, wollte, dass die öffentlichen Gebäude aus beständigen Materialien sind. Dadurch sollte die Bedeutung der Gebäude hervorgehoben werden. Angemessen für Kinder und Jugendliche wurde das Jugendzentrum vor über 50 Jahren um einen alten Eichenbestand herum geplant. Die vier Baukörper heben sich deutlich voneinander ab, sind strukturiert und lassen schon von Außen ihre Nutzung erkennen.

Wie selbstverständlich fügt sich das sanierte Jugendzentrum in die Stadtmitte ein, die umliegenden Pavillions und Gebäude, das Größte von ihnen das Sennestadthaus, allesamt Entwürfe des Büro Prof. Reichow, bilden ein Ensemble: die sogenannte Stadtkrone als Mitte des noch „jungen“ Stadtteils.

Mit dem roten Anstrich behält das LUNA auch nach der Sanierung die richtige Farbe: zu dem Rot der ehemaligen Klinkerfassade gab es keine Alternative. Durch das Aufbringen der Klinkerriemchen scheint das Sockelgeschoss dem historischen Vorbild zum Verwechseln ähnlich!

Als Maßnahme aus dem Konjunkturpaket II bestand der Hauptteil der Arbeiten aus der Schadstoff- und Grundwasserleitungssanierung, Abbrucharbeiten, der Dämmung von Dach und Fassade, einer Erneuerung der Lüftungsanlage, sowie der Modernisierung der sanitäreren Einrichtungen und der Elektroistallation. Die neuen Fenster ermöglichen wieder den ungetrübten Blick auf den Sennestadtteich. Durch die Einbeziehung der Pädagogen konnten die Innenräume an neue Bedürfnisse angepasst werden.

Projektinformationen

Energetische Sanierung eines Jugendzentrums 
Gebäudetyp: Jugendzentrum
Architekt: Bernhard Reichow / alberts.architekten BDA 
Bauherr: Immobilienservicebetrieb (ISB) der Stadt Bielefeld 
Baujahr: 1966 / energetische Sanierung 2011
Objektadresse: Lindemann-Platz 1, 33689 Bielefeld-Sennestadt
Gesamtkosten: 2,06 Mio. Euro

Projektbilder

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